Gas Bain-Marie Tischgerät, Edelstahl, GN 1/1, BMG-1/1
Schnellansicht
Bain-Marie Tischgerät, elektrisch , GN 1/1 , 150 mm Tiefe, WR-BME-11
Schnellansicht
Bain-Marie Warmhaltewagen, fahrbar , 3x GN 1/1, WR-BM30-30
Schnellansicht
Fahrbare Bain-Marie aus Edelstahl für 2x GN 1/1, WR-BM20-20
Schnellansicht
Elektrische Bain-Marie Tischgerät GN 1/1 , Edelstahl mit Ablasshahn, BMZR/XS
Schnellansicht
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Bain-Maries
Was ist ein Wasserbad?
Ein professionelles Wasserbad ist ein extrem wichtiges thermisches Gerät, das in der Gastronomie täglich genutzt wird, um frisch vorbereitete Speisen über einen längeren Zeitraum exakt auf der vorgeschriebenen Verzehrtemperatur zu halten. Das grundlegende Funktionsprinzip beruht dabei immer auf einem speziellen doppelwandigen Gehäuse, in dessen tiefem Zwischenraum Wasser erhitzt wird. Diese Konstruktion verhindert zuverlässig den direkten Kontakt der Lebensmittel mit der eigentlichen Hitzequelle.
Durch diese milde, indirekte und sehr gleichmäßige Wärmeübertragung wird effektiv vermieden, dass Saucen, dicke Suppen oder feine Beilagen am Topfboden schmerzhaft anbrennen oder unschön einkochen. Im professionellen Ausgabe-Bereich wird hierfür sehr häufig eine hochwertige Einbau-Bain-Marie genutzt, die optisch ansprechend und flächenbündig fest in die Ausgabetheke integriert ist. Zur logistischen Ergänzung der zentralen Warmhaltestation können zusätzliche, fahrbare Wärmewagen eingesetzt werden, um die Speisenlogistik im Haus weiter zu optimieren.
Wie hoch darf die Temperatur in einer Bain-Marie eingestellt werden?
Die exakte Temperatureinstellung richtet sich im Alltag maßgeblich nach den warmzuhaltenden Speisen und den zwingend einzuhaltenden gesetzlichen Hygienevorgaben (HACCP). Um eine gesundheitlich völlig unbedenkliche Speisenausgabe zu gewährleisten, muss die Kerntemperatur der empfindlichen Lebensmittel konstant über 65 Grad Celsius liegen, da sich darunter gefährliche Mikroorganismen rasant vermehren könnten. Das Wasser im Becken wird daher meist standardmäßig auf konstante 75 bis 85 Grad Celsius erhitzt.
Es ist in der Praxis jedoch zwingend zu vermeiden, dass das Wasser im Becken sprudelnd kocht. Kochendes Wasser führt zu einem massiven Verdunstungsverlust, erhöht die Luftfeuchtigkeit in der Küche extrem und lässt empfindliche Gerichte ungewollt übergaren. Moderne Bain-Maries verfügen daher über hochpräzise Thermostate, die genau diese unerwünschte Überhitzung sicher verhindern. Falls Sie für den Service heiße Teller für die Ausgabe benötigen, bietet sich parallel die Nutzung professioneller Tellerhalter oder Spender an.
Speisen warmhalten elektrisch oder mit Gas – was ist besser?
Die weitreichende Entscheidung zwischen Gas und Elektro hängt sehr stark von den bestehenden infrastrukturellen Gegebenheiten Ihres Betriebes ab. Eine Elektro-Bain-Marie ist in der reinen Anschaffung und Installation oft unkomplizierter, da sie in der Regel lediglich eine Standard-Steckdose oder einen üblichen Kraftstromanschluss benötigt. Sie bietet eine extrem feine, stufenlose Temperatursteuerung und produziert im Betrieb keinerlei Abgase, was sie ideal für alle geschlossenen Räume und Front-Cooking-Bereiche macht.
Gasbetriebene Modelle spielen ihre enormen Stärken hingegen überall dort aus, wo schlichtweg kein Stromanschluss verfügbar ist oder das bestehende Stromnetz bereits gefährlich an seiner absoluten Belastungsgrenze arbeitet. Sie sind daher besonders bei Outdoor-Events, Märkten und großen mobilen Caterings sehr gefragt. Um die Flexibilität beim Kochen zu maximieren, kombinieren viele Betriebe solche gasbetriebenen Warmhaltegeräte mit weiteren autarken Gasgeräten, wie beispielsweise extrem leistungsstarken Hockerkochern.
Welche Behälter passen in eine Gastro-Bain-Marie?
Die allermeisten professionellen Wasserbäder auf dem Markt sind konsequent nach der internationalen Gastronorm (GN) genormt. Das absolute Standardmaß ist hierbei oft GN 1/1, welches die verfügbare Grundfläche des Beckens exakt definiert. Sie können dieses Maß im Alltag maximal flexibel mit kleineren Einheiten unterteilen. So lassen sich problemlos zwei Behälter im Format GN 1/2 oder drei Behälter im Format GN 1/3 in ein und demselben Becken platzieren.
Achten Sie beim Kauf der Edelstahleinsätze jedoch stets auf die maximale Tiefe des Wasserbeckens, da Bain-Marie-Behälter in ganz verschiedenen Tiefen von 65 mm bis zu extremen 200 mm angeboten werden. Tiefere Einsätze fassen logischerweise ein deutlich größeres Volumen, tauchen aber auch entsprechend tiefer ins Wasser ein. Für die ordentliche und platzsparende Lagerung der gereinigten Schalen sind wandhängende Wandregale in der Spülküche äußerst praktisch.
Muss eine kleine Bain-Marie an den Wasserzulauf angeschlossen werden?
Ein fester Wasseranschluss (Festwasseranschluss) ist bei den allermeisten kompakten Tischgeräten weder zwingend erforderlich noch baulich ab Werk vorgesehen. Diese kompakten Geräte werden vor dem Service ganz einfach manuell mit einem Eimer oder Schlauch mit Wasser befüllt. Dies macht eine kleine Bain-Marie extrem mobil und hochgradig flexibel einsetzbar, da sie überall dort aufgestellt werden kann, wo lediglich ein einfacher Stromanschluss vorhanden ist.
Bei sehr großen, schweren Standgeräten oder fest installierten Einbaumodulen in großen Kantinen ist ein Festwasserzulauf hingegen eine enorme, nicht zu unterschätzende Arbeitserleichterung für das Personal. Er ermöglicht ein blitzschnelles Befüllen und teils sogar einen automatischen Niveauausgleich während des hektischen Betriebs. Um das gebrauchte, heiße Wasser am Abend absolut sicher abzuführen, verfügen fast alle Profigeräte über einen integrierten Ablaufhahn. Für die Vorbereitung solcher Stationen sind spezielle Vorbereitungskühltische im Hintergrund ideal, um kalte Zutaten zwischenzulagern.
Was ist der Unterschied zwischen einem Wasserbad und einer Wärmebrücke?
Während ein klassisches Gastro-Wasserbad die Hitze indirekt über die erwärmte Flüssigkeit von unten an die Speisen in den Edelstahlbehältern abgibt, funktioniert eine Wärmebrücke technisch völlig anders. Sie bestrahlt die darunterliegenden Lebensmittel intensiv von oben mit hochkonzentrierter Infrarothitze oder speziellem Halogenlicht. Wärmebrücken eignen sich daher hervorragend für sehr kurzfristige Bereitstellungszeiten direkt am Pass, beispielsweise um fertige Tellergerichte bis zum Servieren durch den Kellner punktgenau heiß zu halten.
Für das stundenlange, schonende Warmhalten großer Mengen an feinen Saucen oder sättigenden Beilagen ist die direkte Strahlungswärme von oben jedoch völlig ungeeignet, da sie die Oberfläche der Gerichte viel zu schnell austrocknen und ungenießbar machen würde. In einer perfekten Großküche ergänzen sich beide Systeme daher optimal. Für den absolut sicheren Transport von schweren Töpfen vom Herd zur Ausgabestation können zusätzlich robuste Universaltransportwagen genutzt werden, um das Personal zu schonen.
Wie reinige und entkalke ich das Gerät richtig?
Die wichtige tägliche Reinigung beginnt aus Sicherheitsgründen immer damit, dass Sie das Gerät komplett vom Stromnetz trennen und das restliche Wasser vollständig durch den frontalen Ablaufhahn abfließen lassen. Wischen Sie das noch leicht warme Edelstahlbecken anschließend mit einem extrem weichen Lappen und einem milden, stark fettlösenden Gastronomie-Spülmittel sauber. Vermeiden Sie unter allen Umständen kratzende Stahlwolle, da diese das feine Material einer hochwertigen Bain-Marie irreversibel beschädigen und sofortige Rostbildung begünstigen würde.
Die zwingend notwendige Entkalkung sollte je nach lokaler Wasserhärte in sehr regelmäßigen Abständen erfolgen. Nutzen Sie hierfür ausschließlich hochwirksame, aber lebensmittelechte Entkalker und spülen Sie das Becken danach unbedingt mehrfach mit ganz klarem Wasser gründlich aus, um jegliche chemischen Rückstände restlos zu entfernen. Zur sicheren Aufbewahrung der aggressiven Reinigungsmittel empfiehlt sich ein separater, verschließbarer Lagerschränke weit entfernt von der sensiblen Lebensmittelverarbeitung.
Kann ich auch tiefgekühlte Speisen im Wasserbad erwärmen?
Grundsätzlich und konzeptionell ist ein klassisches Wasserbad nicht primär dafür konstruiert, eisgekühlte oder gar tiefgefrorene Lebensmittel aktiv zu erhitzen oder gar zu kochen. Die verbaute Heizleistung der Geräte ist gezielt und ausschließlich darauf ausgelegt, bereits fertige, warme Speisen schonend und konstant auf Temperatur zu halten. Der Versuch, eiskalte Produkte in einer Gastro-Bain-Marie aufzuwärmen, würde unverhältnismäßig lange dauern und ein massives Hygienerisiko darstellen, da die gefährliche Temperaturzone zwischen 10 und 60 Grad Celsius viel zu langsam durchschritten wird.
Frieren Sie vorgekochte Speisen daher immer separat auf und erhitzen Sie diese schnell und absolut sicher auf die nötige Kerntemperatur, idealerweise in einem leistungsstarken Konvektomaten oder klassisch auf dem Herd. Erst wenn das Gericht durchgängig heiß ist, darf es in das bereits vorgewärmte Wasserbad umgefüllt werden. Zum besonders schonenden, kontrollierten Auftauen im Vorfeld ist oft die moderne Technik der Schnellabkühler/Kombischnellabkühler überaus nützlich, wenn diese über eine geregelte Auftaufunktion verfügen.

