Infrarot-Durchlaufofen , 300 mm Bandbreite , Tischgerät, TPW/30
Schnellansicht
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Durchlauföfen
Wie ermittle ich die richtige Bandgeschwindigkeit für meine Produkte?
Die Ermittlung der idealen Durchlaufzeit erfordert einige initiale Testläufe, da sie stark von der verwendeten Teigart, der Dicke des Bodens und der Menge sowie Art des Belags abhängt. In der Regel liegt die Backzeit für eine klassische neapolitanische oder römische Pizza zwischen drei und sechs Minuten. Beginnen Sie mit einer moderaten Einstellung und kontrollieren Sie das erste Ergebnis: Ist der Teig zu blass, reduzieren Sie die Geschwindigkeit leicht; ist der Käse zu braun, erhöhen Sie den Durchsatz, damit das Produkt kürzer in der Kammer verweilt.
Viele professionelle Betriebe nutzen einen standardisierten Pizzateig, der in Spiralteigknetmaschinen stets in der exakt gleichen Konsistenz hergestellt wird, um Schwankungen beim Backen zu vermeiden. Sobald Sie die perfekten Einstellungen für Temperatur und Zeit gefunden haben, speichern Sie diese Parameter unbedingt im digitalen Bedienfeld des Ofens ab, um dauerhaft reproduzierbare Ergebnisse für jede Schicht zu sichern.
Können in einem Durchlaufpizzaofen auch andere Speisen zubereitet werden?
Ja, die enorme Vielseitigkeit dieser Geräte ist ein großer betriebswirtschaftlicher Vorteil für viele Gastronomen. Neben Pizzen eignen sich die Öfen hervorragend für das Backen von Flammkuchen, Lahmacun, Sandwiches, gratinierten Aufläufen, Nachos oder Bruschetta. Das kontinuierliche Hitzesystem sorgt bei fast jedem flachen oder halbhochen Gargut für eine exzellente, gleichmäßige Bräunung und eine schnelle Durchhitzung bis in den Kern.
Für die Zubereitung von saftigen Aufläufen oder Lasagne empfehlen wir die Verwendung hitzebeständiger GN-Behälter, die völlig problemlos auf das Metallgliederband gestellt werden können. Achten Sie bei der Menüplanung lediglich darauf, dass die lichte Einschubhöhe des Ofens ausreichend dimensioniert ist, damit das Gargut beim Transport nicht an den oberen Heizelementen oder Heißluftdüsen schleift.
Welche Anschlusswerte sind für leistungsstarke Durchlauföfen erforderlich?
Die elektrischen Anforderungen hängen maßgeblich von der Baugröße und Heizart des jeweiligen Geräts ab. Sehr kleine, steckerfertige Kompaktmodelle kommen mit einem herkömmlichen 230-Volt-Anschluss (Schuko) aus und eignen sich für geringe Produktionsmengen. Sobald Sie jedoch in den professionellen Hochleistungsbereich für die Systemgastronomie wechseln, benötigen Sie zwingend einen 400-Volt-Starkstromanschluss (Drehstrom) mit einer entsprechenden Absicherung, oft zwischen 16 und 32 Ampere pro Phase.
Bei gasbeheizten Modellen ist neben dem fachmännisch verlegten Gasanschluss (für Erdgas oder Propangas) auch ein 230-Volt-Stromanschluss für den Antrieb des Förderbandes und die digitale Steuerungselektronik notwendig. Beachten Sie zwingend, dass für die Installation von Gasgeräten ein zertifizierter Techniker beauftragt werden muss, der auch die sichere Einbindung in die zentrale Absaugeinheit der Küchenabluft überprüft und freigibt.
Ist eine spezielle Abzugshaube über dem Ofen zwingend notwendig?
Bei elektrisch beheizten Modellen ist eine Abzugshaube aus rein rechtlicher Sicht nicht in jedem Fall vorgeschrieben, sie wird jedoch aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Raumluftqualität sehr dringend empfohlen. Die intensive Hitzeabstrahlung und die Verdampfung von Feuchtigkeit aus dem Teig und dem Belag führen andernfalls schnell zu einer unerträglich hohen Luftfeuchtigkeit und starken Geruchsbelastung in der Küche, was das Personal belastet.
Bei gasbetriebenen Öfen hingegen ist eine professionelle Abzugsanlage absolut gesetzlich vorgeschrieben, um die entstehenden, potenziell giftigen Verbrennungsgase wie Kohlenmonoxid sicher nach draußen abzuführen. Hier empfiehlt sich die Installation großflächiger Wandhauben direkt über dem Gerät, die ausreichend dimensioniert sind, um auch die seitlich austretende Wärme an der Ein- und Ausgabeöffnung des Bandes zuverlässig zu erfassen.
Wie hoch ist der Wartungsaufwand bei kontinuierlichen Backsystemen?
Im Vergleich zu mechanisch sehr komplexen Küchengeräten ist der technische Wartungsaufwand bei Bandöfen relativ überschaubar, sofern das Gerät konsequent täglich gründlich gereinigt wird. Die wichtigsten Verschleißteile sind die metallische Antriebskette des Förderbandes, die Motorlager und bei bestimmten, abgedichteten Modellen die Silikondichtungen. Es wird empfohlen, einmal jährlich eine präventive Inspektion durch einen autorisierten Fachbetrieb durchführen zu lassen, um die Heizleistung zu kalibrieren.
Um unerwartete Ausfälle während der Stoßzeiten zu vermeiden, sollten Sie das Förderband regelmäßig auf die korrekte Spannung prüfen. Ein zu lockeres Band kann überspringen oder unter Last stehen bleiben. Stark verschmutzte Heizelemente reduzieren zudem die Backleistung drastisch. Zur schonenden Reinigung von hartnäckigen Verkrustungen an den entnehmbaren Zubehörteilen ist der Einsatz leistungsstarker Fettlöser aus dem gewerblichen Reinigungsbereich äußerst effektiv und zeitsparend.
Lassen sich mehrere Öfen platzsparend übereinander stapeln?
Ja, die allermeisten professionellen Baureihen von Durchlauföfen sind explizit für das Stapeln (das sogenannte Stacking) konstruiert worden. Dies ist ein entscheidender architektonischer Vorteil, wenn die Produktionskapazität bei gleichbleibender Grundfläche in der Küche massiv erhöht werden soll. Durch spezielle, vom Hersteller gelieferte Verbindungssets können oft zwei bis drei Backkammern sicher und rutschfest aufeinander montiert werden.
Das Stapeln ermöglicht es dem Küchenchef zudem, jede Kammer mit einer völlig anderen Temperatur und Bandgeschwindigkeit zu betreiben. So können Sie in der unteren Ebene krosse Pizzen backen und in der oberen Kammer gleichzeitig empfindliche Sandwiches rösten. Achten Sie bei der Küchenplanung jedoch streng darauf, dass die tragenden Edelstahlschränke oder Rollgestelle für das hohe Gesamtgewicht von oft mehreren hundert Kilogramm ausgelegt sind.
Was sind die Vor- und Nachteile der Impingement-Technologie?
Die Impingement-Technologie (auch Aufprallhitze genannt) ist das derzeit mit Abstand schnellste thermische Verfahren im Bereich der Durchlauföfen. Der allergrößte Vorteil liegt in der enormen Zeitersparnis: Durch das Einblasen von heißer Luft mit sehr hoher Geschwindigkeit unter Druck wird die isolierende Kaltluftschicht um das Lebensmittel augenblicklich durchbrochen, wodurch die Hitze sofort in das Produkt eindringt. Backzeiten von knapp drei Minuten für eine Rohpizza sind hierbei absolut keine Seltenheit.
Ein kleiner bauartbedingter Nachteil ist die etwas höhere Geräuschentwicklung der starken Gebläsemotoren sowie ein minimal erhöhter Energieverbrauch gegenüber reinen Strahlungshitzesystemen. Wenn jedoch in kurzer Zeit ein maximales Volumen gefordert ist, beispielsweise bei spezialisierten Lieferdiensten oder vor Speisenwarmhaltung-Vitrinen in Kantinen, ist die Impingement-Technik in puncto Wirtschaftlichkeit schlichtweg konkurrenzlos.
Eignet sich ein Bandofen auch für empfindliche Teige oder glutenfreie Produkte?
Grundsätzlich ja, jedoch erfordern sehr feuchte, klebrige oder extrem empfindliche Teige eine exakte Feinjustierung der Ofenparameter. Bei sehr dünnen oder glutenfreien Böden empfiehlt es sich dringend, das Backgut nicht direkt auf das metallische Gitterband zu legen, sondern spezielle Pizzableche, gelochte Gitter (Screens) oder Dauerbackfolien zu verwenden. Dies verhindert zuverlässig, dass der Teig in die Maschen des Bandes einsinkt und beim Auswurf am Ende hängen bleibt oder reißt.
Darüber hinaus ist es bei der professionellen Zubereitung glutenfreier Produkte zwingend erforderlich, eine gefährliche Kreuzkontamination mit normalem Weizenmehl zu vermeiden. In Betrieben mit hohem Anteil an Allergikern wird daher sehr oft ein separater, kleinerer Bandofen ausschließlich für diese Spezialprodukte eingesetzt. Die Teigvorbereitung muss ebenso strikt getrennt auf dedizierten Arbeitstischen mit Schubladen erfolgen, um höchste Lebensmittelsicherheit zu garantieren.

